Laubschneiden
Der Sommer ist heiss und es hat mehr als genug Wasser im Boden. Die Rebe ist wüchsig und wächst schneller als mir lieb ist.
Jetzt ist Laubschneiden Angesagt. Also schwing ich mich auf den Rebtraktor und stutze die Rebtriebe mit dem Laubschneider. Rauf und runter oder hin und her wie auf den Bildern gut zu sehen ist. In etwa drei vollen Tagen werde ich einmal durch den ganzen Rebberg gefahren sein.
Der Laubschneider ist etwa mit einem Heckenschneider zu vergleichen. Sechs rotierende Messer schneiden alles ab was ihnen in den Weg kommt. Auf den Fotos ist es gut zu erkennen. Die Triebe wachsen aus der Laubwand und danach sieht sieh wie eine Hecke aus.
Die Triebe oberhalb des Drahtrahmens müssen geschnitten werden. Tut man das nicht, wachsen die Triebe weiter, werden schwer und wachsen unkontrolliert umher. Es entsteht ein feuchtes Mutich und der Mehltau Pilz hat ein leichtes Spiel und befällt die Blätter.
Laubschneiden hat auch einen grossen Einfluss auf den Stockaufbau und der Energieverteilung (Zucker, Assimilat). Beim Abschneiden der Triebe wird nicht zu viel Energie für das wachsen verwendet. Es gelangt mehr Zucker in die Traubenbeeren. Aber ich muss auch vorsichtig sein. Ein zu früher Schnitt kann ein Wachstumschock bewirken, der sich negativ auf die Traube auswirkt.
Verfasst von Andreas Schwarz
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