Der Herbst ist noch lange nicht vorbei. Es hängen noch viele Trauben im Rebberg. Jetzt spiele ich Winzer Poker. Es gib viel zu gewinnen, aber auch viel zu verlieren.

Es ist schon zur Gewohnheit geworden, wenn die meisten Winzer die Trauben im Trockenen haben, fange ich mit der Hauptlese bei den roten Gewächse an. Seit letzter Woche hängen in meinem Rebberg mehr als die hälfte der Trauben, die noch reifen. Das ist der Moment in dem ich den Winzer Poker spiele. Sicherer ist es, wenn man die Trauben früh erntet. Die Trauben sind reif und es gibt sicherlich einen guten Landwein.

Aber das reicht mir nicht. Ich will mehr. Ich riskiere viel für eine hervorragende reife und Qualität. Ich kämpfe gegen die Kirschessigfliege ohne Insektizide, betreibe die aufwändige Vorlese und Sönderung und viele Traubenbeere enden angestochen und verfault am Boden. Das alles nur um den Herbst zu verlängern und für eine richtig gute Traubenreife.

Es passiert noch viel in der Traube. Die Trauben sind nicht mehr nur blau sondern richtig gehend schwarz. Die Beere wird langsam „Mürb“, sie schrumpelt ein die Säure wird veratmet. Dichte und Farbe der Beere nimmt zu. Das ist die Traube die ich will und aus der ich meine besten Pinots mache.

Dieses Jahr scheint es aufgegangen zu sein. Das Wetter dieser Woche wird super, kein Regen in Sicht und die Trauben sind gesund. Hoch gepokert und viel gewonnen.

 

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