Ergebnis der Traubenernte 2017

Die offiziellen Zahle der Traubenernte 2017 aus dem Kanton Zürich sind da. Es ist die kleinste Ernte seit der Einführung der Mengenbeschränkung im 1992. Zürich hat gerade einmal mehr als die Hälfte geerntet – total 2.5 Mio kg oder rund 63 % einer normalen Ernte.

Hier ist der offizielle Originaltext vom Rebbaukommesariat, Andreas Wirth, für die es genauer wissen wollen.

Zwei Wetterextreme prägten das Jahr der Rebe: der strenge Spätfrost Ende April und der
verheerende Hagelschlag am 1./2. August im Norden des Kantons. Der anschliessende „Turbo“- Sommer sorgte dann für einen frühen Wümmet mit überraschenden Traubenqualitäten. Die gelesene Menge hingegen blieb bescheiden.

In den Nächten Ende April (27./28./29.) suchte starker Spätfrost die Zürcher Rebberge heim. Temperaturen bis minus 6°C, begleitet von einer scharfen Bise liess die jungen Schösslein zum grössten Teil erfrieren. Überraschend üppig trieben dann nach 3 – 4 Wochen die überlebendenNebenaugen und schlafenden Augen aus, und es zeigte sich ein äusserst gefreuter Traubenschuss.

Ein Hagelschlag am 1./2. August, verbunden mit orkanartigen Sturmböen in der Region Winterthur, im Rafzerfeld, am Cholfirst und im Stammertal vernichtete hier die Hoffnung auf eine rechte Ernte. Innert weniger Minuten wurden Laub und Trauben zerfetzt, die Schosse stark verletzt oder gar abgeschlagen. Die Rebberge boten ein trauriges Bild am folgenden Morgen; von diesem Hagelwetter vermochten sich die Reben nicht zu erholen, mit zum Teil dramatischen Ertragsausfällen als Folge.

Die Kirschessigfliege war früh schon präsent in den Rebbergen, Schäden hingegen mussten kaum verzeichnet werden. Gegen den Wümmet hin waren auffällig viele verletzte Beeren zu finden. Verbunden mit einigen sehr nassen Septembertagen führte dies zu einem starken Krankheitsdruck. In der Folge wurde mit dem Wümmet aussergewöhnlich früh begonnen.

Die Qualität der Jahrgangs 2017 darf als überraschend gut bezeichnet werden. Der Blauburgunder schloss ab mit einem mittleren Mostgewicht von 89 °Oe, der Riesling-Silvaner erreichte 76 °Oe, der Räuschling 79 °Oe (alles Klasse AOC).

Die gelesene Menge hingegen ist die tiefste seit der Einführung der Ertragsbeschränkung 1992 – total 2.5 Mio kg oder rund 63 % einer normalen Ernte. Im Durchschnitt erreichte der Flächenertrag gerade mal 413 g/m2. Aus der Zürcher Ernte 2017 können knapp 19‘000 hl Wein gekeltert werden, ⅔ davon als Rotwein, ⅓ als Weisswein.

Die Zürcher Rebfläche bleibt unverändert bei 607 Hektar, bewirtschaftet von 610 Rebleuten, Winzerinnen und Winzern.

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