Morgen früh. Es ist kalt!Noch ein langer Weg bis ans Ende.Die Reben sind bereits geschnittenIch schneide immer zwei Reihen pro Gasse

SchnippSchnappDie schnitstellen müssen immer schreg sein.Mit der richtigen Technik kann ich auch sehr dickes Holz Schneiden.

Es ist Freitag Morgen, in der Früh. Das Thermometer zeigt -7° an. Es is kalt, sehr kalt. Der Himmel ist bedeckt, der Hochnebel ist dicht und grau. Eine kalte Biese bläst ins Gesicht.
Mein Tatendran ist gross, und ich will heute einige Reihen schneiden. Mit 5,65 ha Reben ist es noch ein lager Weg, bis alles geschnitten ist.

Heute ist es besonders kalt. Die Luft ist feucht und es geht ein bissiger, unangenehmer Wind. Ich denke noch an die warme Stube, in der ich vor kurzem noch meinen warmen Kaffee genossen habe, und entschlossen habe als erstes in die Reben zu gehen.

Ich denke bis zur Pause, in zwei Stunden, werde ich etwa 250 Stöcke geschnitten haben. Mit kalten Händen fange ich an zu schneiden. Die rechte Hand, in der ich die Rebschere halte ist ungeschützt. Handschue stören nur, und ich kann die Schere nicht richtig führen. Mit der linken Hand ziehe oder besser gesagt, rupfe ich das Holz aus der Drahtanlage. Diese Hand ist geschützt mit einem dicken ledernen Handschuh.

Nach einigen Stöcken ist das mit der Kälte gar nicht mehr so schlimm. Durch die Arbeit  gibt der Körper genügend Wärme ab und mir ist es nicht mehr kalt. Nur die Füsse im Schnee wollen nicht warm werden. Bis ich richtig Schneiden konnte, hat es mindestens vier Jahre gedauert. Es braucht viel Übung und Erfahrung beim Reben schneiden. Für mich ist der Rebschnitt die wichtigste Arbeit die es im Jahr eines Winzers gibt. Mit dem Rebschnitt wird der Stock geformt, bestimmt wie viele Trauben wachsen, so das es im Herbst einen guten Wein gibt.

Wichtig beim Wein-Stöcke schneiden ist gutes Werkzeug. Meine Rebschere schleife ich alle Stunde einmal. Wenn ich Papier damit schneiden kann ist sie scharf genug. Das ist wichtig für das Handgelenk, damit es nicht zu stark beansprucht wird. Sonst gibt es eine Sehnenscheidenentzündung und dann kann man für eine lange Zeit nicht mehr zurück in den Wein-Berg.

Zwei Reihen habe ich jetzt geschnitten. Meine Füsse sind durchgefrohren und brauchen ein bisschen wärme. Zeit für einen warmen Kaffee.

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