Viele Weinmuster warten auf die Bewertung.Die Muster sehen in Reih und Glied.Der Wein und seine Spuren.degu.jpg

Nach über einem Jahr und einigen Monaten ist es für den Jahrgang 2007 Zeit für die Abfüllung. Der Wein konnte lange in den kleinen Barriquen reifen. Es verspricht ein ausserordentlicher Jahrgang zu werden.

Für die Abfüllung mache ich Vorproben. Mich Interessiert jetzt vor allem nur die Säure. Die Säure kann einfach mit dem altbekannten und natürlichen Kalk eingestellt werden. 0,7g/Liter Weinkalk nimmt ca 1,0g/Liter  Weinsäure aus dem Wein.

Ich verlasse mich auf meinen Gaumen und meine Erfahrung, die Säureanalyse Hilft mir zur Orientierung. Dieses Jahr mache ich Vorproben von -0,25 und – 0,5 g/Liter. Ein gutes Jahr, da muss fast nichts korrigiert werden.

Eine Weisheit die mich mein Lehrmeister gelehrt hat; „Wein schmeckt im Keller nie wie in der gemütlichen Stube“.  Das ist eine ganz wichtige Erkentniss. Das Umfeld, die Emotionen und ganz wichtig, die Temperatur trübt die Wahrnehmung. Das ist auch der Grund weshalb ich keine ruck-zuck  Aktionen im Weinkeller mache, wenn ich Spontan denke das etwas mit dem Wein nicht in Ordnung sein kann. Am besten immer eine Nacht darüber schlafen. Auch ein gutes und oft bewährtes Sprichwort.

Mittlerweile ist es acht Uhr Abends. Die Weine haben Raumtemperatur. Meine Frau ist bei solch wichtigen Entscheidungen immer dabei. Frauen können irgendwie besser degustieren und auf ihr Urteil kann ich mich immer verlassen.

Heute Abend sticht ein Wein besonders hervor. Es ist der Pinot noir Barrique 2007. Er hat sage und schreibe 15.0 vol% Alkohol, ist sehr dunkel in der Farbe, was für einen Pinot noir eher selten ist und hat ordentlich Fleisch am Knochen. „Was für ein genialer Wein“, denke ich.

Die Vorproben mache ich fünf bis sechs Wochen vor dem Abfüllen. So das der Wein genügend Zeit hat um stabil zu werden und kein Weinstein in der Flasche ausfallen kann.

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