Frostkerze nach Methode Schwarz
Frostkerze nach Methode Schwarz

Die kommenden Nächte werden kalt und es gibt keine Frostkerzen mehr in der ganzen Schweiz zu kaufen. Der Arsch geht auf Grundeis, und jeder der letztes Jahr Trauben durch den Frost verloren hat, weiss: Jetzt muss ich was tun.

Genau so ist es mir ergangen. Über die Ostern, wo jeder Laden für mindestens 5 Tage Geschlossen hatte, wurde es einem langsam bewusst. Diese Woche wird es kalt, verdammt kalt.

 

!!! Achtung Update !!!

Wir haben es im Grossversuch getestet. Beim Abrennen ist es wichtig das Feuer zu Unterhalten. Es sollten genügend Leute anwesend sein die Helfen. Mit Schaufel und etwas Lampenpetrol Brennen die Feuer gut herunter. Ohne Unterhalt der Feuer Qualmen die Pellets nur.

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Ok, die Ostern waren lang und die Tage noch schön und einigermassen warm. Und wie letztes Jahr sind die Frostkerzen vermutlich rar gesät. Eine alternative musste her. Nach einigen Aperos und vielen Ideen, ist die erste Idee Entschanden. Eigentlich recht Simpel.

Dienstag Morgen, jetzt ist es offiziell, in der ganzen Schweiz gibt es keine Kerzen mehr zu kaufen. Zusammen mit Peter Stucki wurde die Idee praktisch verfeinert und die Machbarkeit bestätigt. Viel rauch wurde veranstaltet und noch schnell Pellets bestellt. Was ich euch auch ab jetzt auch anrate würde, die gibt es vermutlich noch zu kaufen.

Natürlich habe ich meine Erfolge in Sozialen Medien gepostet. Jetzt sind schon viele nachfragen eingegangen, vom Zürichsee bis ins Bündnerland wollten Winzer wissen, wie ich das Problem gelöst habe.

Hier die Anleitung für alle. Natürlich noch unausgereift, verbesserungswürdig und ohne Garantie. Aber aller Anfang ist schwer.

Frostkerze „Schwarz“ 2017

Die ganze Kerze basiert auf Holzpellets, stinknormale, wie die zum heizen. Probiert haben wir die im Plastiksack zu 15 kg. Ist eine optimale und handliche Grösse.

Ein Sack Pellets ersetzt eine Paraffinkerze. Brenndauer ist 2 bis 3 Stunden, danach strahlt der Kohlenhaufen noch ca. 1 bis 1,5 Stunden.

Die Verteilung haben wir berechnet wie mit der Kerze, ca. 200 Säcke pro ha. Ein Pelletshaufen kann auch in zwei Haufen unterteilt werden um die wärme besser zu verteilen. Die Brenndauer verkürzt sich, vermutlich um ein drittel.

Der Pelletshaufen wird so hoch wie möglich, wie eine Pyramide, ausgeleert. Oben wird mit Lampenöl nachgeholfen als Zünder. Und mit einem Bunsenbrenner eingefeuert.

Nach 1,5 bis 2 Stunden ist ein Teil verbrannt. Jetzt sollte für Luftzirkulation gesorgt werden. Solange das Feuer brennt kann einen Vulkan oder ähnliches geformt werden, das genügend frische Luft hinzukommt. Sonst raucht es nur. Vielleicht ist das auch nicht schlecht, verkohlt und strahlt wärme ab. Am besten selber testen und beobachten.

Jetzt brennt das Feuer vor sich hin und verkohlt langsam. Die Kohle strahlt noch lange wärme ab, auch ohne Feuer.

Umrechnen Heizwert kann jeder Selber. 1 Liter öl ist etwa gleich viel wie 2 Kilo Pellets.

Meine Taktik für die Frostnacht

Die Nacht ist am Morgen zwischen 5 und 6 Uhr am kältesten. Nach 6 Uhr wird es wieder wärmer.

Ich versuche die Pellets zwischen 3 und 4 Uhr Uhr anzuzünden, dann sollte ich ein Feuer bis 6 Uhr haben. Danach kommt die Kohlephase die sicher bis 7 Uhr wärmt. So versuche ich die Nacht zu überstehen. Sollten die Pellets knapp werden, werde ich einfach ein bisschen Pellets nachkippen.

Vorteile Pellets

  • 100% natürliches Holz.
  • Direkte wärmeabstrahlung und infrarote strahlen treffen direkt auf die empfindliche Pflanzenteile. Das Feuer ist nicht im Kübel gefangen.
  • Wird das Pellet nicht gebraucht, kann es wieder aufgeladen und später verbraucht werden. Das Holz wird nicht feucht.
  • Nach einem erfolgreichen brand ist nur noch Kohle übrig. Es muss nichts aufgeräumt werden.
  • Ein Sack Pellets kostet 5.-

Hiermit hoffe ich, dass die Anleitung Euch etwas Hilfe gibt, um die bevorstehende Nacht zu überstehen. Wünsche Euch viel Glück.

Für zusätzliche Ideen und Kommentare freue ich mich.

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