Frost 2017 Weingut Schwarz
Dank dem Frostfeuer hatte dieser Trieb überlebt. Ohne wärme wäre er gnadenlos erfroren.

Es gibt Überlebende der Frostnacht vom 20. und 21. April. Das Heizen der Rebberge gegen den Frost hatte Erfolg. Es gibt zahlreiche Triebe die den Frost von -4° Dank dem Feuer getrotzt haben.

Der Aufwand hat sich gelohnt. Ein Teil der Ernte konnte gerettet werden. Die Zeitung Zürcher Unterländer und der TeleZüri hatten uns in der Nacht begleitet. Auf den nicht beheizten Flächen sieht es leider anders aus. Alles was grün war, ist jetzt braun. Vom Frost erfroren.

Nur Frostlagen beheizt

Es ist das zweite Jahr in folge, in dem der Frost uns heimgesucht hat. Den ganzen Rebberg mit Feuer zu wärmen ist nicht möglich. Wir haben uns auf die Frostlagen konzentriert und dort geheizt, wo letztes Jahr die grössten Schäden entstanden sind. Leider ist es so kalt gewesen, dass jede Lage betroffen war. Und es war so kalt das das Feuer nicht alle Triebe retten konnte.

Der grösste Schaden kam in der ersten Nacht

Wir waren bereit und hatten uns auf den Frost vorbereitet. Bei den gefährdeten Lagen wurde das Gras geschnitten um ein Vorteil zu erhalten. Frostkerzen waren keine mehr vorhanden, also haben wir uns über Ostern etwas einfallen lassen. Wir waren bereit.

Der grösste Schaden kam in der ersten Frostnacht. Ein Tag zuvor, am 19. April hat es geschneit und die Feuchtigkeit ist auf den Rebtrieben und Boden liegen geblieben. Total durchnässt sind die Reben in die kalte Nacht gegangen. Man stelle sich vor, mit nassen Kleider bei -4° in der kälte zu stehen. Genau so hat sich die Rebe gefühlt. Das Wasser ist gefroren und hat zusätzlich Wärme aus der Umgebung gezogen. Das hat meiner Meinung nach den grössten Schaden gemacht. Die erste Frostnacht war aggressiv und bissig kalt.

Pessimistisch betrachtet 100% Ausfall

Optimistisch betrachtet und aus den Erfahrungen vom letzten Jahr hoffen wir auf „nur“ 50% Verlust, wenn für den Rest dieses Jahres alles optimal verlauft. Noch sind nicht bei allen Sorten alle Knospen aufgegangen. An der Basis des Rebstockes gibt es noch Zahlreiche Augen die wachsen werden. So aus der Erfahrung vom letzten Jahr. Auf die viel rezitierten Nebenaugen gebe ich wenig Hoffnung. Die sind meistens ebenfalls erfroren.

Optimistisch stellt uns das Neue Rebsystem das wir schon seit einigen Jahren immer mehr anwenden. Letztes Jahr hatten wir trotz starkem Frost 100% Ertrag. Dazu werde ich später noch mehr berichten.

Prognosen sind immer schwer, jetzt muss erst mal abgewartet werden und schauen was wächst. Jeder der sich selber ein Bild davon machen will, ist herzlich zur offenen Weinkeller eingeladen am Wochenende vom 29. April bis 1. Mai.

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here